Schulraumplanung

Schulraumplanung Binningen heisst …

… mit zusätzlichen Räumen das Fundament für Harmos legen

Die mit Harmos verbundene Verlängerung der Primarstufe um ein Jahr sowie der neue Lehrplan erhöhen an jedem Primarschulstandort von Binningen den Raumbedarf um 20%. Dieser zusätzliche Bedarf wird durch bauliche Massnahmen in den Schulhäusern, die Konzentration von Kindergarten und Primarschule an vier Standorten, die räumliche Trennung von Sekundar- und Primarschule sowie die Konzentration der Musikschule an zwei Standorten (Kronenmattsaal Binningen, Burggartenschulhaus Bottmingen) gedeckt.

… Kindergärten und Primarschule räumlich zusammenbringen

Neu wird die Primarstufe an vier Standorten unterrichtet (Schulhäuser Meiriacker, Neusatz, Margarethen/Pestalozzi, Mühlematt). An jedem dieser Standorte liegen Kindergarten und Primarschule eng beieinander. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren somit die gesamte Primarstufe an einem Ort.

Wie die Erfahrungen in den Schulanlagen Meiriacker und Neusatz beweisen, hat die enge „Nachbarschaft“ von Kindergarten und Primarschule viele Vorteile: Sie bringt Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters und Lehrpersonen unterschiedlicher Stufen zusammen. Sie fördert den sozialen Austausch, erleichtert Gemeinschaftsprojekte und ermöglicht allen Schülerinnen und Schülern einen einfachen Zugang zu den Betreuungsangeboten (Mittagstisch, Nachmittagsbetreuung). Die neuen Kindergarten-Standorte haben für einige Kinder aber auch längere Schulwege zur Folge. Die Gemeinde setzt sich – soweit es ihr möglich ist – für sichere Schulwege ein. Zur Schulwegsicherheit können auch die Eltern einen wichtigen Beitrag leisten.

… Primar- und Sekundarstufe räumlich trennen

Heute verteilen sich die Sekundarschulklassen auf drei Standorte in Binningen und Bottmingen. Neu sollen alle Sekundarschulklassen an einem Ort unterrichtet werden. Deshalb wird das Spiegelfeldschulhaus zur reinen Sekundarschule. Die Klassen, die heute im Mühlemattschulhaus in Binningen oder im Burggarten Bottmingen unterrichtet werden, ziehen ins Spiegelfeld. Die Primarschüler, die heute im Spiegelfeld zur Schule gehen, wechseln ins Mühlematt. Bevor dieser Abtausch erfolgt, wird das Spiegelfeldschulhaus Nord saniert.

… dank sanierten Schulhäusern Energie und Kosten sparen

Vor allem die älteren Schulhäuser Neusatz und Mühlematt weisen eine ungenügende Energiebilanz aus. Handlungsbedarf besteht aber in allen Schulanlagen der Gemeinde. Konkret sieht der Gemeinderat vor, die Schulhäuser Neusatz und Mühlematt nach dem Minergie-Standard zu sanieren und in den anderen Schulhäusern neue Lüftungssysteme einzubauen. Die kontrollierte Lüftung verbessert das Raumklima und ermöglicht die Energierückgewinnung. Die energetische Sanierung führt zu Energieeinsparungen – mit positiven Auswirkungen auf Umwelt und Energiekosten der Gemeinde.

… bauliche Massnahmen örtlich und zeitlich bündeln

Die Umbauarbeiten erfolgen nach Möglichkeit in den Schulferien und tangieren somit den Unterricht kaum. Erste Priorität haben die für Harmos notwendigen Anpassungen im Inneren der Schulen. Die energetischen Sanierungen werden je nach Schulhaus entweder gleichzeitig oder im Anschluss an die Raumanpassungen umgesetzt.

… übergeordnete Vorgaben und Abkommen erfüllen

Für die Schulraumplanung von Binningen sind eine Reihe von Abkommen richtungsweisend: Harmos, das Bildungsgesetz des Kantons Basel-Landschaft, die Vereinbarung mit dem Kanton Basel-Landschaft bezüglich Sekundarschule sowie die Vereinbarungen mit der Gemeinde Bottmingen zu den Standorten von Musik- und Sekundarschule.

… im politischen Entscheidungsprozess den besten Weg finden

Wichtige Eckwerte der Schulraumplanung hat der Gemeinderat in seinen Legislaturzielen 2008-2012 sowie im Kindergartenkonzept 2008 festgehalten. Einwohnerrat und Stimmbevölkerung haben diese Eckwerte in zwei Volksabstimmungen 2009 bestätigt.

2012 entscheiden Einwohnerrat und Binninger Stimmbevölkerung über die Schulraumplanung. Dabei geht es vor allem um die Genehmigung des Standortkonzeptes, die Finanzierung der baulichen Massnahmen und den Verkauf des Gemeindeanteils an der Spiegelfeldanlage an den Kanton.